Pfarrei Hildegundis von Meer

Meerbusch

Corona trifft auch Partnergemeinden in Uganda und Kolumbien

EineWelt-Kreis St. Franziskus

Flagge Uganda (c) Pixabay
Flagge Uganda
Datum:
So. 6. Dez. 2020
Von:
Klaus Trautmann

Liebe Pfarrangehörige,

wir - die Mitglieder des EineWelt-Kreises St. Franziskus - sind auch in diesem Jahr 2020 mit den Partnergemeinden in Uganda und in Kolumbien verbunden geblieben, ohne Sie in der Mehrzahl mit ins Boot nehmen zu können. Unsere letzte Veröffentlichung mit einem Gruß von Padre Joseph Kasule nach seinem Heimaturlaub in Uganda hat Sie gar nicht mehr erreicht, da der April-Pfarrbrief nicht mehr verteilt wurde.

Padre Joseph konnte noch Mitte März nach Bocas de Santinga, Kolumbien zurückkehren, bevor Reiseverbote wegen des Corona-Virus erlassen und Schulen geschlossen wurden. Wie bei uns ist dort das kirchliche Leben nur eingeschränkt möglich. Padre Richard befindet sich in ähnlicher Situation und gibt sein Bestes für die Gemeinde Santa Maria de Barbacoas.

Viel härter und folgenreicher traf der Beginn der Corona-Krise im März die Schulen von Schwester Mary Alma in Kibiribiri, Uganda. Die Schließungen der Grundschule (Klassen "Primary" 1 bis 7) sowie der berufsbildenden Schule (Klassen "Secondary" 1-4) brachten ein Problem mit sich: die Schülerinnen und Schüler, die aus der Umgebung stammen, konnten natürlich die Lockdown-Zeit bei ihren Familien verbringen. Aber viele Kinder leben in Schwester Almas Wohnheim nahe den Schulen. Sie haben kein Zuhause, weil sie aus sehr, sehr armen Familien kommen oder Waisen, Halbwaisen oder Straßenkinder sind. Für diese Kinder war und ist Schwester Alma verantwortlich, zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Versorgung mit Lebensmitteln war schwierig und knapp, auch da das sowieso nur geringe Schulgeld der externen Schüler fehlte und man keinerlei staatliche Unterstützung erwarten konnte. Durch den eigenen Anbau und Ernte von Süßkartoffeln, Mais und Maniok, durch die Hilfe der Ortspfarre und eine großzügige Spende von einigen Gemeindemitgliedern aus unserer Pfarrei Hildegundis von Meer konnte die Not zumindest ein wenig gelindert werden. Lebensmittel werden auch in Zukunft der wichtigste Bedarf bleiben. Leider gibt es immer wieder Rückschläge in den Bemühungen um Eigenversorgung: zusammen mit den Schülern wurde im großen Schulgarten (4 Morgen) gearbeitet, jedoch sind die Mais- und Bohnenpflanzen durch Dürre und Sonneneinstrahlung vertrocknet. Nur der Maniok wird bald zu ernten sein.

Von März bis Mitte Oktober durfte generell kein Unterricht stattfinden. In diesem Zeitraum galt es dann aber, jeden neuen Tag für die Kinder sinnvoll und abwechslungsreich zu gestalten: so wurde z.B. ein eigener Sportplatz eingerichtet, gemeinsame Gartenarbeit und handwerkliches Arbeiten durchgeführt, Tonziegel gefertigt und spielerisches Lernen dabei erledigt. Und dies alles mit Einhaltung von Corona-Vorsorgemaßnahmen.

Ab dem 15. Oktober findet nun ein Unterricht für die Abschlussklassen (Primary 7 und Secondary 4) statt. Mit großem Aufwand und hohen Kosten, so berichtete der Schulleiter Fred Kafumbe, konnten die Auflagen des Gesundheitsamtes - auch mit unserer Hilfe - hierfür erfüllt werden. Die Schüler anderer Klassen haben allerdings noch keinen Unterricht und müssen weiterhin beschäftigt werden. Zurzeit gibt es 283 Personen, die zu versorgen sind.

Schwester Alma hat großes Vertrauen in die Vorsehung Gottes und ist sehr dankbar für unsere finanzielle Unterstützung, die oft im richtigen Moment eintrifft. Wir sehen ihre eigenen großen Anstrengungen im Interesse der Kinder und möchten zu deren Wohl beitragen, gerade auch jetzt vor Weihnachten. Bitte helfen Sie mit! Danke!

Spendenkonto:

KKG Hildegundis von Meer
IBAN: DE23 3106 0517 0071 8180 39
Volksbank Mönchengladbach eG
BIC: GENODED1MRB

Kennwort: Sr. Alma

Auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt.

 

Für den EineWelt-Kreis St. Franziskus
Maria Hoffmann