Pfarrei Hildegundis von Meer

Meerbusch

Die Kraft des ...

Symbol-Schnecke-aus-Krebsmuscheln (c) Birgit Hellmanns
Symbol-Schnecke-aus-Krebsmuscheln
So 2. Feb 2020
Maria Pesch

Die Kraft des positiven Denkens.

Haben Sie schon einmal beobachtet, wie Kinder über sich hinaus wachsen, wenn sie ein ehrlich gemeintes "Du kannst das" hören? Plötzlich findet sich doch ein Weg, die schwierige Mathe-Aufgabe zu lösen oder mit dem Fahrrad ohne fremde Hilfe geradeaus zu fahren. Wie ist das bei uns Erwachsenen? Welche Gedanken prägen uns? Sagen wir uns vor: Das schaffst du nie! oder vielleicht: Frisch gewagt ist halb gewonnen?

Die Macht des positiven Denkens ist hoch im Kurs. Denke positiv, und dein Leben wird davon geprägt. Mut und Tatkraft haben ihre Wurzeln auch in unseren positiven Gedanken. Tatsächlich finden sich auch in der Bibel Hinweise darauf, wie wichtig die Gedanken sind.

So lesen wir in den Sprichwörtern: „Mehr als auf alles achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben!“ (4,23)

Und Paulus schreibt im Philipperbrief: „Orientiert euch an dem, was wahrhaftig, gut, gerecht, was anständig, liebenswert und schön ist. Wo immer ihr etwas Gutes entdeckt, das Lob verdient, darüber denkt nach.“ (4,8)

Positive Gedanken über sich selbst

In Gottes Augen ist jeder einzelne Mensch sehr wertvoll. Er hat jeden mit besonderen Gaben geschaffen. Wer nicht an sich und seine Fähigkeiten glauben kann, wer negativ und gering über sich selbst denkt, wird es wahrscheinlich zu wenig bringen.

Natürlich ist es wichtig, seine Schwächen und Grenzen zu kennen und auch negative Dinge zur Kenntnis zu nehmen. Wer sich aber von Negativem einnehmen lässt, hat schon verloren. Erfolg ist dort möglich, wo man positiv die Ziele ins Visier nimmt. Gott schaut gnädig und freundlich auf uns. Das können wir uns von ihm abgucken!

Positive Gedanken über andere

„Liebt einander“ ist eines der obersten Gebote in der Bibel. Was man über andere denkt, beeinflusst den Umgang mit ihnen. Sieht man andere von vornherein in einem schlechten Licht, werden sie kaum die Chance haben, das Gegenteil zu beweisen. Wer sich nur auf die Schwächen anderer konzentriert, hat mehr Ärger und weniger Spaß am Leben. Ein Miteinander ist nur dann möglich, wenn man lernt, andere trotz Schwächen zu schätzen und wohlwollend über sie zu denken.

Positive Gedanken über die eigene Zukunft

Wir Christinnen und Christen nennen das auch Gottvertrauen. Mit dem Unterschied, dass man nicht  nur durch die Macht seiner eigenen Gedanken die Zukunft gestaltet, sondern das Vertrauen hat, dass Gott einen guten Plan für das eigene Leben hat. „Denen, die Gott lieben, muss alles zum Besten dienen.“ (Römer 8, 28) Wer auch in schwierigen Zeiten glauben kann, dass Gott alles zum Besten wendet, lebt gelassener und zuversichtlicher. Es ist vielleicht nicht immer einfach, so positiv zu denken, aber vielen glaubenden Menschen macht Gottvertrauen Mut und gibt ihnen Kraft. Gehen wir in diesem Gottvertrauen unsere persönlichen Wege aber auch die gemeinsamen Wegstrecken, da, wo wir uns in unserer Pfarre begegnen.

Maria Pesch,
Gemeindereferentin