Seit vielen Jahren engagieren sich Christen in unseren Gemeinden für Menschen in anderen Teilen der Welt. Daraus sind etliche Freundschaften entstanden.
Sie können entweder hier weiterlesen oder Sie fragen die Verantwortlichen in den Gemeinden. Leider verfügt die Redaktion z. Zt. nicht über ausführliche Informationen zu allen Projekten in den Gemeinden.
1977 beschloss der damalige Pfarrgemeinderat, Kontakte zu Christen in der Dritten Welt zu knüpfen. Dabei stand im Vordergrund, nicht nur Projekte finanziell zu unterstützen, sondern eine Partnerschaft zu einer konkreten Gemeinde aufzubauen. Dafür wurde der Sachausschuss „Mission – Entwicklung – Frieden“ gegründet.
Warum Partnerschaft und warum mit Indien?
Zwei Impulse haben uns bewegt, Partnerschaften zu indischen Gemeinden zu pflegen. Zum einen die Erkenntnis, dass keine Gemeinde auf der Welt allein leben kann und dass Teilen zum christlichen Glauben gehört. Bischof Hemmerle brachte es in einem Hirtenbrief auf den Punkt: „Miteinander teilen ist der Ernstfall des Glaubens. Teilen will immer und überall der Lebensstil von uns Christen sein.“ Indien schien uns dafür das geeignete Land.
Der zweite Impuls war der persönliche Kontakt von Gemeindemitgliedern zum indischen Priester Father Joseph Kandathikudy, der in Krefeld ein dreimonatiges Praktikum absolvierte. Er bekam von seinem Bischof den Auftrag, in Kalpetta eine Gemeinde aufzubauen. Dafür war dringend Hilfe nötig. Und die wollten wir leisten. So begann 1978 unsere Partnerschaft mit der Gemeinde St. Vinzenz in Kalpetta. Diese Gemeinde gehört zum Bistum Mananthavady im südindischen Kerala.
Kalpetta
So heißt eine Kleinstadt mit etwa 30 000 Einwohnern im südindischen Bundesstaat Kerala. Der hat die Größe der Schweiz, aber dort leben viermal soviel, nämlich 22 Millionen Menschen unter ärmsten Bedingungen. Die meisten sind Hindus, Moslems und Anhänger anderer Religionen. Etwa ein Viertel sind „Thomas-Christen“. Sie führen ihren katholischen Glauben auf den Apostel Thomas zurück, der in Indien missioniert und den Märtyrertod erlitten hat. Die Heilige Messe wird nach dem „syro-malabarischen Ritus“ gefeiert.
Vielen Dank nach beiden Seiten
In den gut 30 Jahren unserer Partnerschaft hat unsere Gemeinde mehr als 250 000 € Spenden aufgebracht. Sie wurden aus den Erlösen der Pfarrfeste, der Weihnachtsbasare, den „Kuh- und Hausbauaktionen“, aus dem Verkauf Einer-Welt-Artikel und aus Einzelspenden gesammelt. Allen Spendern unserer Gemeinde sei herzlich gedankt, dass sie zu dieser Partnerschaft stehen und sie unterstützen.
Wir danken aber auch unseren Partnern in Indien, dass sie uns zum Geschenk der Nächstenliebe geworden sind, dass sie aktiv den Kontakt zu uns pflegen und dass sie in ihren Gottesdiensten als Zeichen der Dankbarkeit für uns beten.
Unsere bisherigen Projekte in den Bistümern Mananthavady und Trichur