Gemeinde St. Franziskus von Assisi, Meerbusch-Strümp

in der Pfarrei Hildegundis von Meer

 

Radwallfahrt 2018 (c) 2018 Annegret Lapia

Rückblick Fahrrad-Wallfahrt

Radwallfahrt 2018
Datum:
Sa. 5. Mai 2018
Von:
Michaela Trautmann

Wir haben Gottes Spuren festgestellt

Am 5. Mai fand in diesem Jahr die Radwallfahrt unserer Pfarrei statt. Um 9.30 Uhr trafen sich die Teilnehmer in St. Pankratius in Bösinghoven. Thema der Radwallfahrt war diesmal das Buch Genesis und das startet mit der Schöpfungsgeschichte. So wurden auch die Kinder und Erwachsenen in den Zyklus mit einbezogen: Es wurde Licht, ein strahlend blauer Himmel entstand, Himmel und Erde trennten sich, Tag und Nacht wurden mit viel Leidenschaft auf Leinwände gemalt, Vögel kreisten über den Köpfen und Fische schossen durch's "Wasser". Die Erschaffung des Menschen wurde anhand des Bildes aus der Sixtinischen Kapelle verdeutlicht und alle Anwesenden bekamen ein Puzzlestück des Bildes mit einem Segensspruch. Nach einem gemeinsamen "Vater unser" schwang sich die Gruppe auf die Sättel und brach auf Richtung Nierst.

In St. Cyriakus beschäftigten sich die Wallfahrer mit der zweiten Schöpfungsgeschichte, als es zwar die Erde schon gab, aber noch keine Pflanzen und eben auch noch keine Menschen. Die Kinder gestalteten den Garten Eden, indem sie eine Leinwand, auf der nur Himmel und Erde vorgemalt waren, mit Pflanzen und Tieren beklebten und zum Schluss auch mit Adam und Eva. Dann ging es weiter zur nächsten Etappe.

Die dritte Station war in St. Stephanus in Lank-Latum. Thema dieser Station war der Sündenfall des Menschen. Die Schlange verspricht Eva, dass die Menschen wie Gott und genauso klug würden, wenn sie von den Früchten des Baumes der Erkenntnis äßen. Die Teilnehmer stellten sich die Frage, welche Eigenschaft sie verlocken würde, von den Früchten des Baumes zu essen. Sie schrieben ihre Ideen auf bunte Zettel und hängten sie in den Baum.

Nun zog es die ganze Gruppe ins Lanker Pfarrzentrum, wo auf alle eine leckere Suppe und Würstchen zur Stärkung warteten. Nach dem Essen wurden traditionell wieder Wallfahrtskerzen gebastelt. Nebenbei wurde im Saal eine spontane "Jam-Session" gestartet und das Liedblatt der Wallfahrt rauf und runter gesungen.

Nach dieser Erholungsphase ging es weiter nach Strümp. In St. Franziskus wurde den Wallfahrern die Geschichte von Kain und Abel nahegebracht. Kain bemüht sich nicht wie sein Bruder aus vollem Herzen um Gottes Gunst. Sein Neid auf den daher bevorzugten Abel verleitet ihn zum Geschwistermord. Auch heute handeln Menschen oft aus Zwang oder aus Pflichtgefühl statt aus dem Herzen und Mitmenschen, die "anders" sind, werden beneidet oder gemieden.

Die letzte Station bildete die Messe in St. Nikolaus. Als weiteren Text aus dem Buch Genesis hörten die Gottesdienstbesucher in der Lesung die Geschichte von Noah. In der Katechese ging Gemeindereferentin Birgit Hellmanns auf die reinigende Wirkung der Sintflut ein. Es wurden kleine Handreichungen verteilt, in deren linker Hälfte negative Eigenschaften oder Taten aufgelistet wurden. Die rechte Hälfte zählte dagegen positive Aspekte auf. Nun konnten die Gläubigen sich hinterfragen, welche Fehler sie gerne untergehen lassen wollten und symbolisch die linken Heftseiten in einer Wasserschale versenken. Die Seite mit den positiven Eigenschaften, die man gerne auf die Arche retten würde, durften die Gläubigen behalten.

Am Ende der Sintflut schließt Gott einen Bund mit Noah und seinen Nachkommen. Zeichen des Bundes ist der Regenbogen. Und so breitete sich zum Ende der Messe auch ein Regenbogen über die Gottesdienstbesucher aus. Sechs Bahnen farbiges Krepppapier zogen sich vom Altarbereich bis zu den hintersten Bänken über die Köpfe der Gottesdienstbesucher, gleichsam ein bunter Segen und ein schöner Abschluss der diesjährigen Radwallfahrt.

Michaela Trautmann